Megamarsch Stuttgart 2026: 100 km und mein Weg zum Lokalmatador

Es geht wieder los. Am 5. und 6. September 2026 werde ich beim Megamarsch Stuttgart zum dritten Mal an der Startlinie stehen und mich der Herausforderung stellen, 100 Kilometer zu Fuß zu bewältigen. Nach meinen beiden bisherigen Teilnahmen 2021 und 2022 kenne ich die besondere Mischung aus Vorfreude, Respekt und Anspannung, die sich in den Tagen vor einem solchen Marsch einstellt, inzwischen ziemlich gut. Trotzdem fühlt sich dieser dritte Start in Stuttgart für mich nicht wie eine Wiederholung an. Dieses Mal gibt es nämlich ein zusätzliches Ziel, das mich besonders motiviert: Wenn ich die 100 Kilometer erneut erfolgreich bewältige, kann ich in Stuttgart zum ersten Mal den sogenannten „Lokalmatador“ erreichen und mir damit eine zusätzliche Medaille sichern.

Megamarsch Stuttgart 2026, Wanderer vor dem Logo des Veranstalters

Gerade solche persönlichen Ziele machen für mich mit den Reiz einer Extremwanderung aus. Natürlich geht es bei einem Megamarsch in erster Linie darum, die Strecke zu bewältigen und irgendwann die Ziellinie zu erreichen. Nach zwei erfolgreichen 100-Kilometer-Märschen in Stuttgart ist für mich aber ein weiterer Anreiz hinzugekommen. Die Lokalmatador-Medaille ist vielleicht nur ein kleines Stück Metall, aber sie gibt der diesjährigen Teilnahme für mich eine zusätzliche Bedeutung.

Auf der Strecke rund um Stuttgart und Esslingen habe ich 2021 meine 100km Premiere gefeiert. Die ersten 100 Kilometer vergisst man nicht. Ich weiß noch, welche Musik ich gehört habe und wie ich mit mir kämpfen musste. 2022 habe ich dann erneut den Megamarsch in Stuttgart in mein Jahresprogramm aufgenommen und zusammen im Dreiergespann mit meinem Stiefvater und einem guten Freund der Familie bewältigt. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch meinen ersten Pokal für 300 gefinishte Megamarsch-Kilometer erhalten. Nun also mein erster Versuch, den Lokalmatador zu erringen. Stuttgart war und bleibt für mich ein besonderes Pflaster! Wer mal schauen möchte, wie ich mich 2022 geschlagen habe, kommt hier zum Beweisvideo 😉

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100 Kilometer bleiben eine Herausforderung – gerade beim Megamarsch Stuttgart

Auch wenn ich die Strecke in Stuttgart bereits zweimal erfolgreich bewältigt habe, gehe ich den dritten Start mit dem nötigen Respekt an. Die rund 1.600 Höhenmeter machen aus den 100 Kilometern keine einfache Wanderung, und gerade die Kombination aus Distanz, Höhenmetern und der langen Nacht wird wieder ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Dazu kommt, dass ich aktuell etwas aus dem Training bin. Ich kann deshalb nicht einfach davon ausgehen, dass die bisherigen Erfahrungen automatisch bedeuten, dass es auch dieses Mal problemlos funktionieren wird.

Genau darin liegt für mich allerdings auch der Reiz. Bei einer solchen Distanz lässt sich irgendwann nicht mehr alles planen. Die ersten Kilometer fühlen sich meistens noch relativ einfach an, doch irgendwann kommen die Momente, in denen die Beine schwerer werden, die Füße anfangen zu arbeiten und die Frage auftaucht, wie viele Kilometer eigentlich noch vor einem liegen. Dann entscheidet nicht mehr allein die körperliche Vorbereitung darüber, ob man weitergeht. Wille, Erfahrung und die Fähigkeit, sich die Strecke gedanklich in kleinere Abschnitte zu teilen, werden mindestens genauso wichtig. Ich weiß aus meinen bisherigen Märschen, dass irgendwann genau diese Phase kommen wird. Und ich freue mich darauf, mich dieser Herausforderung erneut zu stellen.

Megamarsch Stuttgart Wanderer beim Zieleinlauf

Gemeinsam mit Timo auf die Strecke

Dieses Jahr werde ich den Megamarsch außerdem nicht alleine angehen. Gemeinsam mit Timo vom YouTube-Kanal „Schnipsel on Fire“ werde ich mich auf die 100 Kilometer begeben. Dass wir die Strecke gemeinsam angehen, macht die Sache für mich noch interessanter, denn bei einer solchen Herausforderung ist es immer hilfreich, jemanden an der Seite zu haben, mit dem man sich gegenseitig motivieren und durch die schwierigen Phasen bringen kann. Gerade Timo ist für mich innerhalb der Extremwanderszene einer der mental stärksten Vertreter seiner Art und es ist mir eine Ehre mit ihm die Weinberge hochzujagen.

Ganz besonders freue ich mich auch wieder nachts auf Stuttgart oder Esslingen hinunterzublicken und die beleuchteten Städte im Tal zu sehen. Das wird einfach wieder magisch, ich freue mich drauf!

Gleichzeitig werden wir den Marsch auch mit der Kamera begleiten. Timo wird für seinen YouTube-Kanal „Schnipsel on Fire“ filmen und auch für mich ist die Veranstaltung etwas Besonderes, denn nach längerer Zeit möchte ich mit „Flo muss raus“ wieder auf meinem eigenen YouTube-Kanal aktiv werden. Der Megamarsch wird damit nicht nur meine nächste sportliche Herausforderung, sondern gleichzeitig ein kleines Comeback für mein eigenes Video-Projekt.

Welche Ausrüstung begleitet mich über 100 Kilometer?

Für den Extremwandershop ist der Megamarsch natürlich auch deshalb interessant, weil sich hier die Möglichkeit bietet, Ausrüstung unter Bedingungen einzusetzen, die mit einer normalen Wanderung kaum vergleichbar sind. Eine Ausrüstung, die auf einer Tageswanderung über 20 oder 30 Kilometer gut funktioniert, muss nicht automatisch auch nach 70, 80 oder 100 Kilometern noch überzeugen. Genau deshalb möchte ich einige Produkte diesmal ganz bewusst unter realen Bedingungen einsetzen und anschließend über meine Erfahrungen berichten.

Bei meinem Rucksack setze ich dabei erneut auf ein Produkt, das sich bereits bei meinen bisherigen Touren bewährt hat. Der deuter AC Lite 17 wird mich auch dieses Mal begleiten. Ergänzt wird er durch das 2-Liter-Trinksystem von deuter, mit dem ich meine Flüssigkeitsversorgung während des Marsches möglichst unkompliziert gestalten möchte. Gerade bei einer langen Wanderung ist es für mich wichtig, nicht ständig anhalten zu müssen, um an die Trinkflasche zu kommen, sondern auch während des Gehens regelmäßig trinken zu können.

Bei den Socken möchte ich dagegen etwas Neues ausprobieren. Die Zehensocken von Freisocken werde ich unter den Bedingungen einer echten 100-Kilometer-Wanderung testen. Gerade bei dieser Distanz spielen die Füße eine entscheidende Rolle. Deshalb interessiert mich besonders, wie sich die Zehensocken über die gesamte Distanz verhalten und ob sie mir dabei helfen, Reibung und typische Fußprobleme bei langen Wanderungen zu reduzieren.

Auch für die Nacht habe ich eine konkrete Ausrüstung eingeplant. Wenn die Müdigkeit zunimmt und die Strecke noch lange nicht zu Ende ist, werde ich auf Koffein von PowerBar zurückgreifen. Dabei geht es mir nicht darum, irgendein Produkt möglichst positiv darzustellen, sondern darum, unter realen Bedingungen herauszufinden, wie es sich in einer solchen Situation für mich bewährt. Gerade bei einem Marsch, der sich bis weit in die Nacht hineinzieht, sind solche Erfahrungen deutlich aussagekräftiger als jeder theoretische Vergleich.

Der eigentliche Test beginnt erst nach vielen Stunden

Genau das macht einen solchen Marsch für mich auch aus Sicht des Extremwandershops so interessant. Produkte lassen sich anhand von technischen Daten, Materialien und Eigenschaften beschreiben. Wirklich interessant wird es aber dann, wenn sie viele Stunden am Stück unter Belastung funktionieren müssen. Bei 100 Kilometern kommen Faktoren zusammen, die man auf einer kurzen Tour kaum simulieren kann: lange Belastungsdauer, wechselndes Wetter, Müdigkeit, Höhenmeter und natürlich die Tatsache, dass der Körper irgendwann nicht mehr frisch ist.

Deshalb möchte ich nach dem Megamarsch nicht einfach nur erzählen, ob ich die 100 Kilometer geschafft habe. Ich möchte auch genauer darauf eingehen, welche Ausrüstung mich tatsächlich überzeugt hat, was sich unter den Bedingungen bewährt hat und ob es Dinge gibt, die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Gerade diese ehrlichen Erfahrungen sind meiner Meinung nach für andere Extremwanderer wesentlich hilfreicher als ein klassischer Produkttest, der unter idealen Bedingungen stattfindet.

Jetzt beginnt die Vorbereitung auf den Megamarsch Stuttgart 2026

Bis zum Start bleiben noch knapp zwei Wochen. Viel Zeit ist das nicht, insbesondere wenn man bedenkt, dass ich aktuell nicht ganz so gut im Training bin, wie ich es gerne wäre. Trotzdem freue ich mich auf die Herausforderung. Ich weiß, was bei einem 100-Kilometer-Marsch auf mich zukommt, kenne die Grundzüge der Strecke aus den vergangenen Jahren und weiß gleichzeitig, dass mich die letzten Kilometer wahrscheinlich wieder einiges an Willenskraft kosten werden.

Genau deshalb ist der diesjährige Megamarsch für mich mehr als nur die nächste Teilnahme an einer Veranstaltung. Ich möchte zum dritten Mal 100 Kilometer in Stuttgart schaffen, gemeinsam mit Timo die Herausforderung annehmen, mit „Flo muss raus“ wieder ein Stück weit zurückkommen und mir mit dem Lokalmatador eine zusätzliche persönliche Herausforderung erfüllen. Gleichzeitig nehme ich einige Produkte des Extremwandershops mit auf die Strecke, um sie dort nicht unter Laborbedingungen, sondern genau dort zu erleben, wo sie sich beweisen müssen: auf einer langen, anspruchsvollen Wanderung.

Wie sich die 100 Kilometer tatsächlich angefühlt haben, ob ich den Lokalmatador erreichen konnte und welche Ausrüstung sich auf der Strecke bewährt hat, werde ich anschließend in einem ausführlichen Marschbericht hier im Extremwandershop erzählen. Bis dahin heißt es für mich vor allem, die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen, die Ausrüstung vorzubereiten und mich mental auf die Herausforderung einzustellen.

Ich habe Respekt vor den 100 Kilometern und den rund 1.600 Höhenmetern. Aber mindestens genauso groß ist die Vorfreude darauf, gemeinsam mit Timo an den Start zu gehen und diese Challenge wieder einmal anzunehmen.

Wenn du auch Lust hast, dich einmal einer Extremwanderung zu stellen, dann vermeide unbedingt die Fehler, die ich dir in diesem Blogbeitrag vorstelle: Die 10 häufigsten Fehler beim Extremwandern – und wie du sie vermeidest

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