Extremwandern im Herbst: Die richtige Ausrüstung für kühle Tage

 

Der Herbst gehört für viele Wanderer zu den schönsten Jahreszeiten. Die Luft wird klarer, die Temperaturen angenehmer und aus dem satten Grün des Sommers wird innerhalb weniger Wochen ein faszinierendes Farbenspiel. Wälder leuchten in Gelb, Orange und Rot, morgens liegt manchmal Nebel über den Feldern und selbst bekannte Wege wirken plötzlich wie eine völlig neue Landschaft. Genau diese besondere Atmosphäre macht Extremwandern im Herbst zu einem Erlebnis, das weit über die sportliche Herausforderung hinausgeht.

Wer eine Extremwanderung im Herbst plant, erlebt die Natur in einer Phase des Wandels. Blätter verfärben sich, die Tage werden kürzer und mit jedem kalten Morgen verändert sich die Landschaft ein Stück weiter. Diese Veränderungen können sich auch auf die eigene Stimmung auswirken. Das gedämpfte Licht, die intensive Farbenpracht und die Ruhe in der Natur schaffen eine ganz eigene Atmosphäre, die viele Menschen als entschleunigend und wohltuend empfinden. Gleichzeitig verlangt Extremwandern im Herbst etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung als eine Tour im Hochsommer.

Denn die Bedingungen können sich auf einer langen Wanderung deutlich verändern. Temperaturen, Wind und Niederschlag können dafür sorgen, dass sich eine angenehme Herbsttour innerhalb weniger Stunden komplett anders anfühlt. Dazu kommen früher einsetzende Dunkelheit, feuchte Wege und herabfallendes Laub, das nicht nur schön aussieht, sondern auch einige Gefahren mit sich bringt. Wer seine Extremwandern-Ausrüstung entsprechend anpasst, kann die besonderen Seiten des Herbstes genießen und auch lange Distanzen komfortabel und sicher bewältigen.

Extremwandern im Herbst Mann vor herbstlicher Kulisse

Warum Extremwandern im Herbst besonders reizvoll ist

Extremwandern im Herbst hat einen ganz eigenen Charakter. Während die Natur im Frühjahr gerade erst erwacht und der Sommer häufig von kräftigem Grün und warmen bis teilweise heißen Temperaturen geprägt ist, befindet sich die Landschaft im Herbst mitten in einem sichtbaren Veränderungsprozess. Ein Weg, den man im Sommer bereits mehrfach gegangen ist, kann wenige Wochen später vollkommen anders aussehen.

Besonders eindrucksvoll ist das Farbenspiel der Bäume. Gelbe Birken, orangefarbene Buchen und tiefrote Blätter setzen Kontraste in die Landschaft. Dazu kommen feuchte Waldwege, Nebel am frühen Morgen und das typische Rascheln des Laubs unter den Schuhen. Bei einer langen Wanderung nimmt man diese Veränderungen besonders intensiv wahr, weil man über viele Stunden durch unterschiedliche Landschaftsräume unterwegs ist.

Auch mental kann Extremwandern im Herbst eine besondere Wirkung entfalten. Die ruhigere Stimmung der Jahreszeit, das veränderte Licht und die intensive Wahrnehmung der Natur können dabei helfen, den Kopf freizubekommen. Gerade wenn der Alltag von Terminen, Bildschirmarbeit und ständig neuen Eindrücken geprägt ist, kann eine lange Wanderung durch eine sich verändernde Landschaft einen wohltuenden Gegenpol schaffen. Viele Menschen empfinden die Kombination aus Bewegung, Natur und gleichmäßigem Gehen als beruhigend und stimmungsaufhellend.

Meine letzte Herbstwanderung war durch einen dichten Nebel besonders mystisch. Ich war in und um Bingen am Rhein unterwegs und wollte meine Fitness mit einigen Höhenmetern testen. Und so kam es, dass ich unten auf „Fluss-Niveau“ meine Hand vor Augen kaum sehen konnte. Nach steilen Anstiegen allerdings konnte ich dann den dichten Nebel von oben betrachten und mich von der Sonne verwöhnen lassen. Diese Eindrücke halten länger nach, als der normale Alltag und sind es wert, eingesammelt zu werden!

Grundsätzlich bedeutet die sich verändernde Natur allerdings nicht, dass der Herbst automatisch schwieriger sein muss. Im Gegenteil: Für viele Extremwanderer sind die moderaten Temperaturen sogar angenehmer als sommerliche Hitze. Entscheidend ist vielmehr, dass die Ausrüstung für Extremwanderungen zu den Bedingungen passt.

Die größte Herausforderung: wechselnde Temperaturen

Beim Extremwandern im Herbst solltest du dich nicht auf eine einzige Temperatur einstellen. Gerade bei langen Touren kann zwischen dem Start am frühen Morgen und dem Ende am Abend oder auch in der Nacht ein deutlicher Unterschied liegen. Zusätzlich beeinflussen Wind, Bewölkung, Regen und die eigene körperliche Aktivität das Temperaturempfinden.

Deshalb ist es sinnvoll, nicht einfach möglichst warme Kleidung einzupacken. Viel wichtiger ist ein flexibles Kleidungssystem, mit dem du deine Bekleidung unterwegs anpassen kannst. Wer zu warm startet, schwitzt möglicherweise stark und trägt später feuchte Kleidung auf dem Körper. Wird es dann kühler, kann genau diese Feuchtigkeit unangenehm werden. Wer dagegen beim Wandern bei Kälte zu wenig anpassbare Kleidung dabeihat, kann sich ebenso schnell unwohl fühlen.

Das klassische Zwiebelschichtprinzip beim Wandern ist deshalb auch beim Extremwandern im Herbst besonders praktisch. Eine funktionelle Basisschicht transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg, eine zweite Schicht sorgt für zusätzliche Wärme und eine äußere Schicht schützt vor Wind und Regen. Je nach Wetter kannst du einzelne Schichten an- oder ausziehen.

Baselayer: Die erste Schicht entscheidet über den Komfort

Eine gute Basisschicht liegt direkt auf der Haut und sollte vor allem Feuchtigkeit zuverlässig vom Körper wegtransportieren. Funktionsmaterialien oder geeignete Merinowolle sind hierfür deutlich sinnvoller als klassische Baumwolle. Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf und trocknet vergleichsweise langsam – bei einer langen Wanderung kann das schnell unangenehm werden.

Gerade beim Extremwandern im Herbst lohnt es sich außerdem, auf einen guten Sitz und möglichst wenig störende Nähte zu achten. Was auf einer zweistündigen Wanderung kaum auffällt, kann nach acht, zehn oder fünfzehn Stunden erheblich nerven. Das gilt insbesondere für die Kleidung beim Extremwandern, denn kleine Druckstellen oder scheuernde Stellen können sich über viele Stunden zu echten Problemen entwickeln.

Midlayer: Wärme nur dann, wenn du sie brauchst

Als zweite Schicht eignen sich beispielsweise Fleece oder leichte Isolationsjacken. Wichtig ist dabei nicht, möglichst dick einzupacken, sondern eine Schicht zu wählen, die sich bei Bedarf schnell ergänzen lässt.

Bei körperlicher Belastung kann eine zusätzliche Wärmeschicht zunächst unnötig sein. Während einer Pause, bei stärkerem Wind oder in den Abendstunden kann sie dagegen plötzlich Gold wert sein. Genau diese Flexibilität macht ein gutes Schichtensystem beim Extremwandern im Herbst so wertvoll. Ich sehe regelmäßig die neidischen Augen derer vor mir, die sich keine wärmende Schicht einpacken und dann bei Versorgungsstationen schlotternd andere Wanderer mit einer warmen Fleecejacke ansehen. Das kann auf die Motivation durchhauen. Tipps im Umgang mit Motivation beim Extremwandern findest du übrigens hier.

Hardshell: Schutz vor Wind und Regen

Eine wasserdichte und winddichte Außenjacke gehört bei einer langen Herbsttour für mich zur Grundausstattung. Selbst wenn der Wetterbericht trockenes Wetter verspricht, kann sich die Situation ändern. Gerade beim Wandern bei Regen sollte die Regenjacke deshalb nicht erst dann im Rucksack liegen, wenn die ersten Tropfen fallen.

Für eine 50-Kilometer Wanderung habe ich dir mal die wichtigste Ausrüstung in diesem Blogbeitrag zusammengestellt.

Herbstlaub: Schön anzusehen, aber nicht ungefährlich

Das bunte Laub gehört zu den schönsten Seiten des Herbstes. Beim Extremwandern im Herbst kann es allerdings auch zu einem unterschätzten Sicherheitsrisiko werden. Eine dicke Laubschicht verdeckt den Untergrund und damit genau die Dinge, die man auf einem Wanderweg normalerweise rechtzeitig erkennen möchte.

Wurzeln, Steine, kleinere Löcher oder andere Unebenheiten verschwinden teilweise vollständig unter dem Laub. Ich muss für mich selbst auf jeden Fall feststellen, dass ich bei herbstlichen Bedingungen deutlich öfter stolpere und sogar ab und an stürze. Eine lange Tour, die mich über 115 Kilometer vom Spessart in den Taunus führen sollte, war deswegen auch bereits nach nur rund 20 Kilometern beendet und zog mehr über ein halbes Jahr Wanderpause nach sich.

Noch kritischer wird es, wenn das Laub nass ist. Nasses Laub kann auf befestigten Wegen, Wurzeln und Steinen erstaunlich rutschig werden. Gerade in Kurven, auf abschüssigen Passagen oder bei schnellen Richtungswechseln solltest du deshalb besonders aufmerksam unterwegs sein.

Beim Extremwandern im Herbst lohnt sich daher ein Blick auf das Profil deiner Schuhe. Gute Wanderschuhe für den Herbst beziehungsweise leichte Schuhe mit ausreichend griffigem Profil sind auf nassem und rutschigem Untergrund wichtiger als im trockenen Sommer. Je nach Strecke können außerdem Wanderstöcke sinnvoll sein. Sie geben auf rutschigen Passagen zusätzliche Stabilität und können insbesondere bei längeren Abstiegen helfen.

Das bedeutet nicht, dass du im Herbst unbedingt schwere Bergwanderschuhe brauchst. Entscheidend sind die konkrete Strecke, der Untergrund und deine persönliche Erfahrung. Für viele lange Wanderungen können leichte Schuhe mit ausreichend griffigem Profil eine gute Kombination aus Komfort und Sicherheit darstellen.

Nässe ist beim Extremwandern im Herbst ein entscheidender Faktor

Nicht nur Regen selbst kann problematisch werden. Auch feuchte Wiesen, nasse Blätter und morgendlicher Tau sorgen dafür, dass Schuhe und Kleidung deutlich schneller feucht werden können. Beim Extremwandern im Herbst sollte deshalb nicht nur die Regenwahrscheinlichkeit betrachtet werden, sondern die gesamte Wettersituation.

Eine Regenhose kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn über längere Zeit Niederschlag erwartet wird. Gute Regenbekleidung zum Wandern schützt nicht nur vor Regen, sondern verhindert auch, dass die Hose auf nassen Wiesen oder durch Spritzwasser komplett durchnässt.

Besonders wichtig sind trockene Ersatzkleidung und ein sinnvoller Schutz innerhalb des Rucksacks. Ein wasserdichter Packsack oder eine entsprechend zuverlässige Innenlösung kann dafür sorgen, dass zumindest die wichtigsten Kleidungsstücke trocken bleiben. Denn eine trockene Schicht zum Wechseln ist nach vielen Stunden bei kaltem Wetter deutlich mehr als ein Komfortgewinn.

Bevor du zu einer langen Herbsttour aufbrichst, solltest du noch einmal einen Blick auf die aktuelle Wettervorhersage werfen. Auch der Harzer Tourismusverband empfiehlt Wanderern, sich vor der Tour über das Wetter zu informieren und die Ausrüstung entsprechend anzupassen.

Füße brauchen im Herbst besondere Aufmerksamkeit

Beim Extremwandern im Herbst sind die Füße ohnehin einer der wichtigsten Punkte. Durch Feuchtigkeit und Nässe steigt die Gefahr, dass Haut aufweicht und anfälliger für Reibung wird. Gleichzeitig können nasse Socken das Wärmeempfinden deutlich verschlechtern.

Deshalb gehören zusätzliche Wandersocken für den Herbst für mich bei einer langen Tour in den Rucksack. Sie sollten Feuchtigkeit möglichst gut regulieren und angenehm sitzen. Noch wichtiger: Ersatzsocken nehmen kaum Platz weg und können unterwegs einen enormen Unterschied machen. Wenn die Füße nach mehreren Stunden feucht sind, kann ein Wechsel dafür sorgen, dass du wieder mit trockenen Socken weitergehen kannst.

Auch bei den Schuhen solltest du im Herbst keine Experimente machen. Ein Schuh, der auf trockenen Sommerwegen hervorragend funktioniert, muss auf nassem Laub nicht automatisch genauso gut funktionieren. Für Extremwandern im Herbst sollte deshalb neben dem Komfort auch das Profil und der Grip des Schuhs berücksichtigt werden. Gerade bei der Schuh-/ Sockenkombination geht es neben der Sicherheit im Herbst vor allem auch darum, möglichst Reibung zu vermeiden und somit das Entstehen von Blasen an den Füßen so weit wie nur möglich herauszuzögern. Mein Blogbeitrag zum Thema Blasen vermeiden beschäftigt sich tiefergehend mit der Problematik.

Extremwandern im Herbst Stolperstellen von Laub verdeckt

Die Tage werden kürzer: Stirnlampe und Sichtbarkeit

Ein weiterer Punkt, der beim Extremwandern im Herbst häufig unterschätzt wird, ist die Dunkelheit. Im Laufe des Herbstes wird die verfügbare Helligkeit immer geringer. Eine zuverlässige Stirnlampe gehört deshalb bei langen Herbsttouren zur Grundausrüstung. Beim Wandern mit Stirnlampe geht es nicht nur darum, den Weg auszuleuchten. Eine gute Lampe erhöht auch die eigene Sichtbarkeit und sorgt dafür, dass Hindernisse rechtzeitig erkannt werden können.

Auch eine Powerbank kann sinnvoll sein, wenn das Smartphone für Navigation, Kommunikation oder Notfälle benötigt wird. Bei langen Touren sollte man außerdem bedenken, dass Kälte die Leistungsfähigkeit von Akkus beeinflussen kann.

Was bei der Herbst-Ausrüstung zusätzlich in den Rucksack gehört

Eine gute Wanderausrüstung für den Herbst besteht nicht daraus, möglichst viel einzupacken. Entscheidend ist vielmehr, die Ausrüstung auf die Strecke, das Wetter und die geplante Dauer abzustimmen.

Neben der Kleidung gehören deshalb vor allem Dinge in den Rucksack, die bei einer Veränderung der Bedingungen helfen. Dazu zählen beispielsweise eine zusätzliche Wärmeschicht, Ersatzsocken, Regenbekleidung, eine Stirnlampe, eine Powerbank und ein Erste-Hilfe-Set. Auch eine Rettungsdecke kann bei langen Touren sinnvoll sein und nimmt nur wenig Platz ein.

Bei einer längeren Extremwanderung im Herbst sollte außerdem die Navigation zuverlässig funktionieren. Gerade bei schlechter Sicht, Nebel oder Dunkelheit kann es schwieriger werden, den richtigen Weg zu erkennen. Eine zuverlässige Navigation und ein Smartphone mit ausreichend Akkukapazität gehören deshalb ebenfalls zur Vorbereitung.

Extremwandern im Herbst: Pausen richtig planen

Bei einer langen Herbstwanderung solltest du nicht nur die Strecke selbst planen, sondern auch die Pausen. Während der Bewegung produziert der Körper Wärme. Sobald du längere Zeit stehen oder sitzen bleibst, kann das Temperaturempfinden dagegen schnell umschlagen.

Eine zusätzliche Wärmeschicht sollte deshalb griffbereit sein und nicht ganz unten im Rucksack verschwinden. Gleiches gilt für trockene Kleidung. Wer erst minutenlang seinen kompletten Rucksack ausräumen muss, um an die benötigte Jacke zu kommen, wird sie bei einem plötzlichen Wetterumschwung möglicherweise zu spät anziehen.

Auch die Versorgung sollte möglichst so organisiert sein, dass du bei einer Pause nicht unnötig auskühlst. Essen und Trinken gehören daher an eine Stelle, an die du schnell herankommst.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es vor allem in der Nacht nerven kann, den ganzen Rucksack auszuräumen. Bei einer organisierten Extremwanderung befinden sich zudem viele Versorgungsstationen im Freien. Im Herbst bildet sich dazu meistens nachts viel Feuchtigkeit, die sich auf Tischen und Bänken niederschlägt. Wenn du also deinen Rucksackinhalt erst ausräumen musst, um an deine Kleidung oder Snacks zu kommen, kannst du alles was du aus dem Rucksack herausholen musst nicht einfach bedenkenlos ablegen – weil sonst alles nass wird.

Aus diesem Grund trage ich seit zwei Saisons diesen Rucksack – er hat eine Öffnung, die sich über die gesamte Front erstreckt. So kann ich mir den Rucksack einfach auf den Schoß legen und von oben bis unten öffnen. Ich komme an alles heran, ohne groß etwas ausräumen zu müssen.

Meine Ausrüstung für eine Herbst-Extremwanderung

Wenn ich eine längere Strecke im Herbst plane, denke ich bei der Extremwanderung-Ausrüstung weniger in einzelnen Gegenständen als in Situationen. Was brauche ich, wenn es morgens kalt ist? Was mache ich bei Regen? Was passiert, wenn die Strecke länger dauert als geplant? Und wie sieht es aus, wenn ich die letzten Kilometer im Dunkeln zurücklegen muss?

Für Extremwandern im Herbst bedeutet das für mich vor allem ein flexibles Kleidungssystem, zuverlässigen Wetterschutz und Schuhe mit einem zum Untergrund passenden Profil. Dazu kommen Ersatzsocken, eine zusätzliche Wärmeschicht, Stirnlampe, Powerbank und die übliche Sicherheitsausrüstung für lange Touren.

Besonders wichtig ist außerdem, die Ausrüstung vor der eigentlichen Extremwanderung einmal unter realistischen Bedingungen zu testen. Ein neuer Schuh, eine ungewohnte Jacke oder ein Rucksack, der nach zwei Stunden bereits unbequem wird, sollte nicht erst auf einer 50- oder 100-Kilometer-Tour seine Schwächen zeigen.

Extremwandern im Herbst nebellandschaft

Diese Fehler solltest du beim Extremwandern im Herbst vermeiden

Einer der häufigsten Fehler besteht darin, die Temperatur am Start der Wanderung als Maßstab für den gesamten Tag zu nehmen. Gerade beim Extremwandern im Herbst kann sich das Wetter während einer langen Tour deutlich verändern. Wer morgens friert, kann mittags bereits überhitzen und am Abend wieder zusätzliche Kleidung benötigen.

Auch fehlender Regenschutz ist ein Klassiker. Selbst wenn die Wettervorhersage gut aussieht, kann eine lange Wanderung mehrere Stunden dauern. Je länger du unterwegs bist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mit einer Wetterveränderung konfrontiert wirst.

Ein weiterer Fehler ist, das Herbstlaub ausschließlich als schöne Kulisse wahrzunehmen. Gerade nasses Laub kann rutschig sein und gleichzeitig Wurzeln, Steine und Unebenheiten des Weges verdecken. Beim Extremwandern im Herbst solltest du deshalb deinen Schritt bewusst anpassen und bei schwierigen Passagen langsamer gehen oder Wanderstöcke einsetzen.

Und schließlich solltest du die Dunkelheit nicht unterschätzen. Eine Stirnlampe gehört bei langen Touren im Herbst nicht in die Kategorie „nice to have“, sondern sollte abhängig von Strecke und Tourdauer zur normalen Sicherheitsausrüstung gehören.

Weitere Fehler, die andere schon gemacht haben, du aber vermeiden kannst, findest du in diesem Blogbeitrag.

Der Herbst belohnt gute Vorbereitung

Extremwandern im Herbst verbindet sportliche Herausforderung mit einer besonderen Naturerfahrung. Die Landschaft verändert sich, die Farben werden intensiver und bekannte Wege zeigen sich plötzlich von einer völlig anderen Seite. Gerade diese Mischung macht den Herbst zu einer spannenden Jahreszeit für lange Wanderungen.

Gleichzeitig verlangt die Jahreszeit etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Ausrüstung. Wechselnde Temperaturen, Regen, Wind, frühe Dunkelheit und nasses Laub bringen Bedingungen mit sich, die auf einer kurzen Wanderung vielleicht kaum auffallen, bei 30, 50 oder 100 Kilometern aber entscheidend werden können.

Die wichtigste Regel beim Extremwandern im Herbst lautet deshalb: Bereite dich nicht nur auf das Wetter beim Start vor, sondern auf die Bedingungen, die dich während der gesamten Tour erwarten können. Mit einem flexiblen Schichtensystem, zuverlässigem Wetterschutz, trockenen Ersatzsocken, griffigen Schuhen und einer guten Beleuchtung bist du deutlich besser vorbereitet.

Und dann bleibt vor allem eines: die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit zu genießen. Wenn der Weg unter einem bunten Blätterdach verschwindet, die Luft frisch und klar ist und die Landschaft mit jedem Kilometer anders aussieht, kann Extremwandern im Herbst zu einer der schönsten Arten werden, draußen unterwegs zu sein.

Häufig gestellte Fragen zum Extremwandern im Herbst | FAQ

Beim Extremwandern im Herbst empfiehlt sich das Zwiebelschichtprinzip. Eine funktionelle Basisschicht transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg, während eine wärmende Zwischenschicht bei Bedarf zusätzliche Isolation bietet. Eine wind- und wasserdichte Außenjacke schützt vor Regen und Wind. Je nach Temperatur können außerdem Mütze, Handschuhe und eine zusätzliche Wärmeschicht sinnvoll sein.

Für das Extremwandern im Herbst sind Schuhe mit einem guten, zur Strecke passenden Profil besonders wichtig. Nasses Laub kann rutschig sein und gleichzeitig Wurzeln, Steine und andere Unebenheiten verdecken. Welche Schuhe ideal sind, hängt deshalb vom Untergrund und der persönlichen Vorliebe ab. Wichtig sind vor allem ein sicherer Sitz, ausreichend Grip und ein Schuh, den du bereits auf längeren Strecken getestet hast.

Wanderstöcke können beim Extremwandern im Herbst besonders auf rutschigem oder unebenem Untergrund sinnvoll sein. Nasses Laub, versteckte Wurzeln und abschüssige Passagen können zusätzliche Stabilität erfordern. Ob du Stöcke verwendest, hängt von der Strecke und deinen persönlichen Erfahrungen ab. Auch hier gilt, rantasten und für sich selbst ausprobieren.

Ja, eine zuverlässige Regenjacke gehört bei längeren Herbstwanderungen grundsätzlich in den Rucksack. Beim Extremwandern im Herbst bist du häufig viele Stunden unterwegs und kannst dich deshalb nicht ausschließlich auf die Wetterbedingungen zum Start verlassen. Eine wasserdichte Außenjacke schützt außerdem vor kaltem Wind.

Nässe und Feuchtigkeit können beim Extremwandern im Herbst die Füße zusätzlich belasten. Ersatzsocken ermöglichen es dir, unterwegs in trockene Socken zu wechseln. Das kann den Komfort deutlich erhöhen und dazu beitragen, dass die Füße weniger lange feucht bleiben.

Bei längeren Touren ist eine Stirnlampe beim Extremwandern im Herbst sehr empfehlenswert. Die Tage werden kürzer und je nach Startzeit und Streckenlänge kann es passieren, dass du zumindest einen Teil der Strecke im Dunkeln zurücklegst. Eine Stirnlampe sorgt dabei nicht nur für besseres Sehen, sondern erhöht auch deine Sichtbarkeit.

Nasses Laub kann sehr rutschig sein und gleichzeitig Wurzeln, Steine und Unebenheiten des Weges verdecken. Beim Extremwandern im Herbst solltest du deshalb deine Schritte bewusst setzen und auf schwierigen Passagen langsamer gehen. Schuhe mit geeignetem Profil und bei Bedarf Wanderstöcke können zusätzliche Sicherheit geben.

Neben der normalen Wanderausrüstung sind beim Extremwandern im Herbst insbesondere eine zusätzliche Wärmeschicht, Regenbekleidung, Ersatzsocken, eine Stirnlampe, Powerbank und Erste-Hilfe-Ausrüstung sinnvoll. Die genaue Zusammenstellung sollte immer an Streckenlänge, Wettervorhersage und persönliche Bedürfnisse angepasst werden.

Bereit für deine nächste Herbst-Extremwanderung?

Kühle Temperaturen, nasses Laub und frühe Dunkelheit gehören im Herbst einfach dazu. Mit der richtigen Ausrüstung musst du deshalb nicht auf lange Touren verzichten. Entdecke jetzt unsere ausgewählte Ausrüstung fürs Extremwandern und starte gut vorbereitet in deine nächste Herbsttour.

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