Nach einer langen Pause ging es endlich wieder auf die lange Strecke: 100 Kilometer beim Megamarsch Stuttgart 2026. Für mich war dieser Megamarsch allerdings mehr als nur der nächste Eintrag in einer Liste absolvierter Extremwanderungen. Nach einer längeren Zeit ohne einen solchen Marsch stellte sich vor dem Start durchaus die Frage, ob der Körper nach meinem Trainingsrückstand noch bereit für 100 Kilometer ist. Die Antwort sollte erst viele Stunden später feststehen.
Gemeinsam mit Timo vom YouTube Kanal „Schnipsel on Fire“ und Steffen „der Schwaben_Wanderer“ ging es an diesem Septemberwochenende auf die Strecke. Der Megamarsch Stuttgart führte dabei nicht einfach nur über 100 Kilometer, sondern verlangte uns Teilnehmern mit zahlreichen Anstiegen und am Ende rund 2.100 Höhenmetern einiges ab. Am Ende standen sogar 105,1 Kilometer auf der Uhr.
Für mich als Gründer und Inhaber des Extremwandershops ist so ein Megamarsch natürlich auch immer eine Gelegenheit, Wanderausrüstung unter realen Bedingungen zu fühlen, zu testen und zu erleben. Noch wichtiger war diesmal allerdings etwas anderes: Nach langer Pause wieder das Gefühl zu bekommen, warum Extremwandern eigentlich so viel Spaß macht.
Der Megamarsch Stuttgart 2026 beginnt mit einem kleinen Chaos
Eigentlich sollte die Anreise entspannt laufen. Eigentlich.
Tatsächlich entwickelte sich der Weg nach Stuttgart zunächst deutlich hektischer als geplant. Die Bahnreise konnte aufgrund von Verspätungen und Ausfällen nicht wie vorgesehen angetreten werden, Timo war ebenfalls lange unterwegs und aus den ursprünglichen Reiseplänen wurde letztlich eine deutlich spätere Ankunft. Statt am Vorabend um 21 Uhr da zu sein, wurde es ungefähr 1 Uhr nachts. Viel Schlaf blieb damit vor dem Megamarsch nicht mehr übrig.
Trotzdem klingelte am nächsten Morgen der Wecker und plötzlich war sie wieder da, diese besondere Stimmung, die man vor einem Megamarsch kennt. Sachen packen, Ausrüstung kontrollieren, Füße vorbereiten und irgendwann steht man tatsächlich im Startbereich und fragt sich, warum man sich das eigentlich freiwillig antut – die Antwort kommt meistens ziemlich schnell.
Denn sobald der Start näher rückt, verschwindet der Stress. Die Anreise ist erledigt, die Ausrüstung sitzt und es gibt nur noch eine Aufgabe: die nächsten 24 Stunden „einfach nur“ wandern.
Extremwandern auf bekannten Wegen
Der Start beim Megamarsch Stuttgart fühlte sich gleichzeitig vertraut und neu an. Einige Passagen kannte ich bereits aus den Jahren 2021 und 2022. Schon nach kurzer Zeit tauchten bekannte Wege und markante Stellen wieder auf, darunter auch eine kleine Pyramide, die sofort für einen Flashback sorgte.
Mit Timo und Steffen an der Seite war die Stimmung von Beginn an gut. Auf den ersten Kilometern kam in mir ein tolles Gefühl auf. Das Wissen, dass wir jetzt gemeinsam die nächsten 24 Stunden zusammen verbringen werden, dass wir gemeinsam durch dunkle Wälder streifen und Anstieg nach Anstieg erklimmen, dass eben noch dieses nächste Abenteuer vor uns liegt und gerade beginnt – das Wissen fühlt sich richtig gut an!
Die ersten Höhenmeter waren schnell bewältigt und es ging zum ersten Mal raus aus der Stadt und hinein ins Grüne. In der letzten Nacht hatte es geregnet und so war zumindest noch in den ersten Stunden bei Abstiegen etwas Aufmerksamkeit gefordert, sonst kann durch ein kleines Ausrutschen der Megamarsch schneller beendet sein, als einem lieb ist.
Nach ungefähr einer Stunde standen rund sechs Kilometer auf der Uhr. Noch lag das Ziel weit entfernt und 94 Kilometer Reststrecke wirken zu diesem Zeitpunkt beinahe absurd. Genau deshalb darf man bei einem Megamarsch nicht ständig auf die gesamte Distanz schauen: Man läuft nicht 100 Kilometer. Man läuft den nächsten Abschnitt.
Die ersten Kilometer: Respekt vor der Distanz, aber ein gutes Gefühl
Der Trainingsrückstand war natürlich im Hinterkopf. Nach längerer Pause stellt sich bei einem Megamarsch automatisch die Frage, wann der Körper anfangen wird, sich zu beschweren. Schon nach den ersten Kilometern war die Erleichterung allerdings groß: Die Füße fühlten sich gewohnt gut an, die Muskulatur machte mit und auch die allgemeine Belastung war deutlich besser als erwartet.
Das bedeutet nicht, dass ein Megamarsch dadurch plötzlich einfach wird. Es bedeutet vielmehr, dass die Ausgangslage stimmt.
Bei rund 20 Kilometern war die erste große Sorge deshalb zunächst verschwunden. Der Körper funktionierte und auch mental fühlte sich die Strecke noch kontrollierbar an. Dazu kamen angenehme Temperaturen von ungefähr 25 Grad, Sonne und etwas Wind. Gerade in den Waldpassagen war das Klima angenehm, und Regen war für den weiteren Verlauf nicht zu erwarten.
Was bei einem Megamarsch zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand weiß: Wie fühlt sich dieselbe Strecke nach 50, 70 oder 90 Kilometern an?
Genau diese Frage macht den Reiz des Extremwanderns aus.
1. Versorgungsstation: Füße lüften und einmal durchatmen
Der erste Verpflegungspunkt war nach rund 17 Kilometern auch die erste Gelegenheit den Füßen etwas Frischluft zu gönnen. Nachdem wir uns einen Platz gesucht haben, wurden Schuhe und Socken ausgezogen und barfüßig durch die Versorgungsstation gelaufen. Eine Wohltat, die allerdings nur die allerwenigsten Extremwanderer so durchziehen wie an diesem Wochenende Steffen und ich. Wir sind da eher die Exoten. Viele Teilnehmer ziehen die Schuhe erst wieder nach dem Marsch aus, so wie auch ich das die ersten Jahre praktiziert habe. Dabei ist es für mich mittlerweile aber festes Ritual geworden, wenigstens für 10-15 Minuten Schuhe und Socken lüften zu lassen und die Füße durch das barfußlaufen zu trocknen.
Dazu gab es etwas Salziges und etwas Süßes. Wasser musste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zwingend nachfüllen, weil ausreichend Flüssigkeit vorhanden war. Danach wurde alles wieder verstaut und weiter ging es. Den Füßen gebührt vor dem Weitermarschieren immer die meiste Aufmerksamkeit. Ich reibe sie zunächst mit den Händen wieder sauber, schmiere sie mit Bodyglide ein und streife anschließend sorgfältig die doppellagigen Socken von Wrightsock drüber. Alle Falten glattziehen und dann die zuvor ausgeklopften Schuhe anziehen. Schnürung nicht zu eng und weiter gehts.
Solche kurzen Routinen sind bei einem Megamarsch Gold wert. Eine Pause muss nicht lang sein, um Wirkung zu zeigen. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Bedürfnisse frühzeitig wahrzunehmen, statt erst dann zu reagieren, wenn irgendwo bereits eine Blase entsteht oder die Energie komplett weg ist.
Gerade bei 100 Kilometern ist das ein Unterschied, der später entscheidend werden kann.
50 Kilometer: Die erste echte Zwischenbilanz beim Megamarsch Stuttgart 2026
Bei der diesjährigen Ausgabe des Megamarschs in Stuttgart gab es bei Kilometer 50 eine ganz interessante Herausforderung. Offiziell ist der Megamarsch in Stuttgart eine 100 km Veranstaltung, allerdings gibt es bei 50 Kilometern bereits eine 50km-Finishermedaille. Die Strecke ist wie eine 8 geplant und so kommt man nach 50 Kilometern wieder durch den Start/Ziel Kanal mit Jubel, Applaus, Urkunde und Medaille – das ganze Programm, das normalerweise erst nach 100 Kilometer auf die Finisher wartet.
Und hierin versteckt sich eine ganz besondere Zusatzherausforderung – für den Kopf. Der bekommt nämlich über alle Sinnesorgane vermittelt, dass eben etwas geschafft worden ist, dass etwas zuende ist, dass etwas absolviert wurde.
Alle, die zu diesem Zeitpunkt bereits angeschlagen sind und zweifeln, ob sie die 100 Kilometer überhaupt schaffen, finden sich nun mit Medaille um den Hals in der Nähe ihres Autos oder Hotels wieder… da braucht man ordentlich Willen und Arsch in der Hose, um jetzt auf die nächsten 50 Kilometer durch die Nacht aufzubrechen.
Das ist der perfekte Zeitpunkt für eine kleine Zwischenbilanz: Wie geht’s mir? Was Macht der Körper, was macht der Kopf? Tut was ernsthaft weh? Ich kann erleichtert feststellen, dass ich mich immernoch blendend fühle, keine Schrammen habe und der Kopf voll da ist. So kann es weitergehen! Steffen geht es ebenfalls super, Timo erholt sich kurz von einem schmerzhaften, langen Abstieg. Der hat ihm ordentlich muskuläre Probleme beschert, aber trotzdem geht es bald zu dritt weiter in die Nacht.
Die Nacht kommt – und mit ihr eine andere Art von Extremwandern
Je weiter der Megamarsch voranschreitet, desto stärker verändert sich die Atmosphäre. Aus einem Tagesmarsch wird irgendwann eine Nachtwanderung. Die Umgebung wird dunkler, die Sichtweite nimmt ab und plötzlich zählt nicht mehr die Landschaft am Horizont, sondern der kleine Lichtkegel vor den eigenen Füßen.
Genau hier beginnt für viele Teilnehmer der besondere Teil eines Megamarsch.
Stirnlampen und Rucksacklichter bestimmen nun die Szenerie, Konzentration wird immer wichtiger und ein neuer Feind gesellt sich zu einem – die Müdigkeit. Bald fallen die 60 Kilometer. Bei diesem Meilenstein fange ich seit Jahren an, rückwärts zu zählen. Das heißt alle Kilometerangaben setze ich für mich in Restkilometer um. Bei 61 Kilometern denke ich mittlerweile automatisiert an 39 Restkilometer und freue mich über die immer weiter sinkenden Kilometerstände. Und genau solche kleinen mentalen Tricks funktionieren beim Extremwandern.
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70 Kilometer beim Megamarsch: Plötzlich läuft es
Rund um die 70-Kilometer-Marke passierte etwas, das bei einem Megamarsch manchmal völlig unerwartet kommt: Es läuft. Eine Art „runners high“ erfüllt mich und ich ziehe für einige Zeit Timo und Steffen davon. Ich überhole viele, viele andere Wanderer und genieße einfach nur den Moment.
Gerade weil der Start mit einem gewissen Respekt vor dem Trainingsrückstand verbunden war, war dieser Moment besonders stark und intensiv für mich. Nach 70 Kilometern waren noch 30 Kilometer übrig. Eine Distanz, die für sich genommen immer noch gewaltig ist, die sich im Vergleich zu den bereits absolvierten Kilometern aber plötzlich überschaubarer anfühlte.
Der Megamarsch Stuttgart entwickelte sich damit immer mehr zu einem dieser Erlebnisse, bei denen man irgendwann nicht mehr darüber nachdenkt, ob man die 100 Kilometer schafft. Man läuft einfach weiter.
Die kalte Nacht beim Megamarsch Stuttgart
Die letzte große Herausforderung war die Nacht.
Während uns am Tag noch rund 25 Grad verwöhnten, wurde es in den frühen Morgenstunden empfindlich kalt. Am vierten Verpflegungspunkt war Warten deshalb keine besonders angenehme Angelegenheit. Ohne Bewegung kühlte der Körper schnell aus. Es ging auf rund 8°C runter und dazu gesellte sich ordentlich Feuchtigkeit. Das ist eine Erfahrung, die sich auf vielen langen Wanderungen wiederholt: Bewegung hält warm – beim Rasten kühlt man aber sehr schnell aus.
Sobald man stehen bleibt, merkt man plötzlich, wie viel Energie der Körper bereits verbraucht hat. Gerade bei einem Megamarsch ist deshalb die Bekleidung für die Nacht ein wichtiger Teil der Vorbereitung.
Hier kannst du dich weiter über Ausrüstung vor allem bei kälteren Herbstwanderungen informieren.
Wer tagsüber bei angenehmen Temperaturen startet, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass dieselbe Kleidung auch um drei oder vier Uhr morgens noch komfortabel ist.
Meine schwierigste Phase kam zwischen 75 und 85 Kilometern
Dass ein Megamarsch auch dann noch kippen kann, wenn bis dahin alles hervorragend läuft, zeigte sich später ziemlich deutlich. Zwischen etwa 75 und 85 Kilometern kam das Tief. Rund 16 Stunden unterwegs, Müdigkeit und plötzlich eine Eiseskälte. Das hat mich nach dem „high“ doch nochmal für rund zwei Stunden entwas knatschig werden lassen. Aber das ist ganz normal und gehört zu einer 100 Kilometer Extremwanderung wie dem Megamarsch einfach dazu.
Die liebe Sonne hat mir aus dem Tief herausgeholfen. Mit dem Erwachen des Tages melden sich auch die Lebensgeister wieder und bekämpfen die Müdigkeit. Die Sonnenstrahlen sorgen nach und nach für Wärme und so wurden meine Dämonen der Nacht mit dem Sonnenaufgang vertrieben und einem Finish steht nichts mehr im Wege.
Morgendämmerung: Jetzt wird aus 100 Kilometern langsam Realität
Irgendwann kommt der Moment, an dem die Dunkelheit langsam verschwindet.
Nach der kalten Nacht ging es in Richtung Morgendämmerung. Die Umgebung wurde wieder sichtbarer und damit veränderte sich auch die Stimmung. Was sich Stunden zuvor noch wie eine endlose Nacht angefühlt hatte, bekam plötzlich wieder Konturen.
Bei einem Megamarsch ist dieser Übergang besonders motivierend. Der Körper ist müde, die Füße haben viele Stunden Belastung hinter sich und trotzdem signalisiert das Tageslicht: Das Ziel ist nicht mehr irgendwo weit hinten im Kopf. Es kommt näher.
Die letzten 15 Kilometer: Jetzt wird jeder Kilometer wichtig
Nach der Morgendämmerung waren noch ungefähr 15 Kilometer zu bewältigen. Timo tauchte wieder auf und die Gruppe rückte erneut zusammen. Nach den verschiedenen Phasen der Nacht war das ein wichtiger Moment. Die letzten Kilometer eines Megamarsch fühlen sich anders an als die ersten.
Am Anfang geht es darum, Rhythmus zu finden. Später geht es darum, Energie einzuteilen. Ganz am Ende geht es vor allem darum, die letzten Reserven richtig einzusetzen. Dabei wartete noch einmal eine Überraschung: Die Strecke führte erneut durch die Weinberge und sammelte weitere Höhenmeter. Die 2.000-Höhenmeter-Marke war inzwischen in greifbarer Nähe. Wer bei einem Megamarsch kurz vor dem Ziel mit einer entspannten Schlussphase rechnet, sollte sich also nicht zu früh freuen.
Stuttgart hatte noch ein paar Höhenmeter übrig.
100 Kilometer sind geschafft – aber der Megamarsch ist noch nicht vorbei
Und dann kommt dieser etwas absurde Moment. Die Uhr zeigt mehr als 100 Kilometer. Eigentlich ist das Ziel damit erreicht. Eigentlich.
Denn die tatsächlich aufgezeichnete Strecke lag am Ende bei rund 105 Kilometern. Genau solche zusätzlichen Kilometer sind mental besonders herausfordernd. Wenn der Kopf bereits sagt: „100 Kilometer sind erledigt“, fühlt sich jeder weitere Kilometer plötzlich doppelt lang an. Aus einem normalen Abschnitt wird eine zusätzliche Prüfung. Beim Megamarsch Stuttgart waren es am Ende also nicht einfach nur 100 Kilometer, sondern eine Gesamtstrecke von etwa 105 Kilometern mit rund 2.100 Höhenmetern.
Und irgendwann war dann tatsächlich der Zielkanal da.
Drei Medaillen und ein ziemlich besonderes Gefühl
Nach dem Zieleinlauf wartete zunächst die wohlverdiente 100-Kilometer-Medaille. Danach kam noch die Lokalmatador-Medaille des Megamarsch Stuttgart dazu. Damit wurde aus dem Comeback endgültig ein besonderer Abschluss. Dreimal Stuttgart über 100 Kilometer. Drei erfolgreiche Megamarsch-Teilnahmen auf dieser Distanz. Und diesmal zusätzlich die Lokalmatador-Medaille.
Die Bilder sprechen an dieser Stelle wahrscheinlich mehr als jeder lange Text.
Was bleibt nach 105 Kilometern?
Der Megamarsch Stuttgart 2026 war körperlich hart. Die Strecke hatte es in sich und gerade die vielen Höhenmeter machten sich gegen Ende deutlich bemerkbar.
Trotzdem war das vielleicht überraschendste Ergebnis nicht die Distanz selbst. Es war das Gefühl nach der langen Pause. Vor dem Start war der Trainingsrückstand ein Thema. Nach 20 Kilometern war die Sorge deutlich kleiner. Bei 70 Kilometern lief es sogar erstaunlich gut. Zwischen 75 und 85 Kilometern kam das Tief, bevor es wieder weiterging. Und irgendwann stand ich tatsächlich mit mehr als 105 Kilometern auf der Uhr im Ziel.
Die Füße waren am Ende noch in einem erstaunlich guten Zustand. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Training natürlich nicht vollständig ersetzt werden kann. Der Körper hatte während des Megamarsch einiges zu verarbeiten.
Aber der Kopf hat offensichtlich nichts verlernt. Vielleicht sogar im Gegenteil.
Gerade nach einer längeren Pause zeigt ein Megamarsch sehr deutlich, wie viel Erfahrung bei einer solchen Belastung ausmacht. Zu wissen, wann man essen muss, wann eine Pause sinnvoll ist, wann man weiterlaufen sollte und wann ein vermeintlich großes Problem eigentlich nur ein temporäres Tief ist, kommt nicht aus einem Trainingsplan. Es kommt mit der Zeit.
Meine Schlussworte zum Megamarsch Stuttgart 2026
Der Megamarsch Stuttgart 2026 war für mich das Comeback, auf das ich gewartet habe.
Nicht, weil die 100 Kilometer besonders schnell absolviert wurden. Nicht, weil die Strecke einfach gewesen wäre. Und schon gar nicht, weil während der gesamten Distanz alles perfekt lief.
Sondern weil genau das passiert ist, was Extremwandern für mich ausmacht: Man startet mit Respekt vor der Aufgabe, erlebt unterwegs gute und schlechte Phasen und kommt am Ende an einem Punkt an, an dem man selbst ein bisschen überrascht ist, was gerade eigentlich passiert ist. Der Megamarsch hat mich nach langer Pause wieder zurück auf die lange Strecke gebracht.
105,1 Kilometer.
Rund 2.100 Höhenmeter.
Eine harte Strecke.
Ein Tief zwischen 75 und 85 Kilometern.
Eine kalte Nacht.
Eine starke Gruppe.
Und am Ende die Gewissheit: Das Comeback ist gelungen.
Stuttgart ist damit für mich endgültig abgehakt. Dreimal 100 Kilometer beim Megamarsch Stuttgart reichen. Jetzt darf die nächste Strecke kommen. In Stuttgart schaue ich mir das nächste Mal lieber wieder ein Musical an 😉
Häufig gestellte Fragen zum Megamarsch | FAQ
Beim Megamarsch Stuttgart wird über die 100-Kilometer-Distanz gestartet. Bei dieser Tour zeigte die GPS-Aufzeichnung am Ende allerdings rund 105,1 Kilometer an. Damit lagen tatsächlich mehrere Kilometer mehr als die nominellen 100 Kilometer auf der Uhr.
Beim Megamarsch Stuttgart 2026 kamen in diesem persönlichen Streckenprotokoll rund 2.100 Höhenmeter zusammen. Offiziell angegeben waren 2026 rund 1.700 Höhenmeter.
100 Kilometer Extremwandern sind eine ernsthafte körperliche und mentale Herausforderung. Wer einen Megamarsch erstmals absolvieren möchte, sollte deshalb vorher längere Wanderungen trainieren und die persönliche Belastbarkeit realistisch einschätzen. Sei dir bewusst, dass in Bezug auf Höhenmeter der Stuttgarter Megamarsch ganz oben mitspielt. Bei einem ersten 100 Kilometer-Versuch kann es von Vorteil sein, vielleicht eine Strecke mit einem angenehmeren Höhenprofil zu bevorzugen.
Neben passenden Schuhen und funktionalen Socken gehören ausreichend Flüssigkeit, Verpflegung beziehungsweise Energieversorgung, wetterangepasste Kleidung und eine gut getestete Rucksacklösung zur Grundausstattung. Für die Nacht sollte außerdem zusätzliche Kleidung eingeplant werden.
Die individuelle Dauer hängt stark von Tempo, Höhenmetern, Pausen und persönlichen Voraussetzungen ab. Beim Megamarsch Stuttgart 2026 war die Strecke mit mehr als 105 Kilometern und rund 2.100 Höhenmetern besonders anspruchsvoll. Die Challenge bei 100 Kilometer Veranstaltungen besteht stets darin, in maximal 24 Stunden ins Ziel zu kommen.
Die Kombination aus langer Distanz, körperlicher Belastung und mentaler Herausforderung macht den Megamarsch zu einer besonderen Form des Extremwanderns. Gerade die verschiedenen Phasen zwischen Euphorie, Müdigkeit, Tiefpunkten und Zielmotivation machen solche Wanderungen einzigartig.
Lust auf die nächste Extremwanderung?
Ein Megamarsch beginnt nicht erst am Start. Er beginnt mit der Vorbereitung.
Mit den richtigen Schuhen, passenden Socken, einer funktionierenden Trinklösung und Ausrüstung, die auf langen Strecken wirklich funktioniert. Genau deshalb werden die Produkte im Extremwandershop nicht einfach nach Katalog ausgesucht, sondern mit Blick auf die Anforderungen beim Extremwandern zusammengestellt. Wer wissen möchte, welche Ausrüstung sich auf langen Strecken bewährt, findet im Extremwandershop passende Produkte für die nächste Extremwanderung.
