EXKLUSIV Extremwandern und seine Gesichter (6): Adrian

Adrian hat sich vor rund sieben Jahren mit dem Extremwandervirus anstecken lassen und ist seitdem bei vielen Events unterwegs. Zuletzt ist er grinsend den großen Feldberg im Taunus beim „Xtrem Marsch Feldbergwalk“ hoch und runtergefetzt und hat sich freudig im Ziel die Medaille und das Finishergetränk abgeholt. Doch was Adrian fast noch wichtiger ist: Er ist mit einer tollen Gruppe gelaufen, mit Menschen, die jetzt zu seiner eigenen Wanderbubble hinzugestoßen sind und mit denen es bestimmt öfter auf gemeinsame Touren geht…

„Das hat mich damals total fasziniert, weil es so weit außerhalb meines bisherigen Kosmos lag, dass es mich sofort angefixt hat“ Adrian Brendel

Erfahrt regelmäßig wie andere zum Extremwandern gekommen sind, welche Tipps sie für euch haben und mehr. Typische Gespräche, die auch auf einem echten Extremmarsch stattfinden könnten, für euch zum Nachlesen, inspirieren lassen und zum einfachen Durchstöbern. Ihr wollt euch auch vorstellen und eure Tipps teilen? Dann schreibt eine Mail und es geht los in fünf, vier, drei, zwei, eins… let’s go!!!


  • Name: Adrian Brendel
  • Alter: 37 Jahre
  • Homezone:  RheinMain Gebiet
  • Extremwanderer seit: 2019

Lieber Adrian, wir haben uns bei der ersten Ausgabe des Extremwandershops live kennengelernt und du bist sogar der erste Wiederholungstäter, der auch beim zweiten Verkaufs- und Communityabend Extremwandershop live dabei war. Natürlich gibt es immer mal ein neues Wandergadget zu ergattern, aber wie du mir gesagt hast, geht es dir auch darum, neue Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Bingo – genau das hast du geschafft! Wie ich selbst sehen konnte, warst du genau mit den Wanderern bei Xtrem Marsch Feldbergwalk unterwegs, mit denen du kurze Zeit vorher noch beim Extremwandershop live zusammengesessen hast. Es freut mich unglaublich, dass du damit zeigst, was unsere Community ausmacht: Niemand muss alleine laufen!

Auch du hast dich den Fragen zu dir und deinen Wanderabenteuern gestellt:

> Wie bist du zum Extremwandern gekommen?

Im Jahr 2017 oder 2018 bin ich auf ein Video gestoßen, in dem ein gewisser Kölner zu Fuß 80 km am Stück nach Venlo gelaufen ist. Das hat mich damals total fasziniert, weil es so weit außerhalb meines bisherigen Kosmos lag, dass es mich sofort angefixt hat. Als ich dann erfahren habe, dass es Anbieter für solche Extremwanderungen gibt, war für mich schnell klar, dass ich zeitnah selbst meinen ersten Marsch machen möchte. Das war dann der Mammutmarsch Rhein‑Main im Jahr 2019, gemeinsam mit meiner Frau – und seitdem bin ich mit dem Extremwander‑Virus infiziert.

> Was gibt dir das Extremwandern?

Sehr vieles. Angefangen bei der Aufregung und dem Kribbeln im Startkanal, über die zwischenmenschlichen Begegnungen, die immer netten Mitwanderer und die spannenden Unterhaltungen. Dann natürlich die Medaille, wenn man es geschafft hat – und das Bier am Ende der Anstrengung, das immer mindestens doppelt so gut schmeckt 😉 Nicht zu vergessen die große mentale und körperliche Herausforderung, die jeder Marsch mit sich bringt.

> Was sind deine schönsten Erlebnisse beim Extremwandern?

Ich finde es schön, wenn Nicht‑Teilnehmer die Märsche entlang der Strecke unterstützen – sei es durch Plakate, Kreidenachrichten auf der Straße, einfaches Zujubeln oder, besonders toll und motivierend, durch private Verpflegungsposten. Egal auf welchem Weg: All das trägt für mich enorm zur Motivation bei und pusht einen, gerade wenn man einen kleinen Hänger hat.

> Was willst du noch erreichen? Distanzen, Gefühle, Erlebnisse? (feel free)

Irgendwann möchte ich gern den heiligen Gral des Extremwanderns in Form des Mini‑Kölner Doms beim Kölnpfad erlaufen (171km!). Das hat aber noch Zeit. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, meinen ersten 100‑km‑Marsch zu absolvieren. Auch ein Marsch außerhalb Deutschlands würde mich sehr reizen – Richtung Süden, zum Beispiel Mallorca.

> Du darfst einem absoluten Extremwanderneuling drei Tipps mit auf die Reise geben, welche wären das?

  1. Das richtige Schuhwerk ist meiner Meinung nach absolut entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. Investiert lieber etwas mehr in gute Schuhe, idealerweise solche, die euch auf Basis einer Laufanalyse empfohlen werden.

  2. Prüft vor dem Marsch den Wetterbericht und packt den Rucksack entsprechend – nach dem Motto: weniger ist mehr. Nach sechs Stunden ist man froh über jedes Gramm, das man nicht spürt..
  3. Kürzt eure Zehennägel auf ein absolutes Minimum 😉
    Ich habe das damals nicht gemacht und – in Kombination mit den falschen Schuhen – meinen großen Zehennagel verloren.

> Welches Gadget aus dem Extremwandershop ist dein Favorit?

Ein in meinen Augen absolutes Must‑have ist Body Glide Foot Glide in Verbindung mit WrightSocks. Seitdem ich diese Kombination nutze, habe ich keine Probleme mehr mit Blasen – vorausgesetzt, man setzt Foot Glide auch während des Marsches, bzw. in den Pausen an den Verpflegungspunkten, ein.

>Deine Grüße gehen raus an?

An alle Bekanntschaften, die ich während eines Marsches oder eines Community‑Events gemacht habe und noch machen werde 🙂