Aus der Community: Oliver

Oliver ist auf vielen Extremmärschen Deutschlands anzutreffen. Vom Kölnpfad über den Ultramarsch sucht er für sich regelmäßig die Herausforderung. Doch geht es ihm mittlerweile nicht mehr nur um das reine Strecke machen… Was ihn nach draußen zieht, verrät er uns jetzt.

„Das Extremwandern hat mich mental stärker gemacht“OIiver Epstude

Erfahrt regelmäßig wie andere zum Extremwandern gekommen sind, welche Tipps sie für euch haben und mehr. Typische Gespräche, die auch auf einem echten Extremmarsch stattfinden könnten, für euch zum Nachlesen, inspirieren lassen und zum einfachen Durchstöbern. Ihr wollt euch auch vorstellen und eure Tipps teilen? Dann schreibt eine Mail und es geht los in fünf, vier, drei, zwei, eins… let’s go!!!


  • Name: Oliver Epstude
  • Alter: 44 Jahre
  • Homezone:  Thüringen, aktuell Niedersachsen
  • Extremwanderer seit: Juli 2017

Lieber Oliver, danke dass du uns in der Rubrik: Aus der Community etwas über dich erzählst. Uns verbindet ein ganz besonderes Kennenlern-Erlebnis. Es war der Morgen nach der ersten Nacht des 171km Kölnpfades im Jahr 2023. Etwa bei Kilometer 90 habe ich ein schwarzes Pferd hinter mir gesehen. Ich habe mich mehrfach umgedreht und das Pferd öfter gesehen. Schließlich bist du auf einmal neben mir gelaufen und das Pferd war verschwunden – das war wohl eine Halluzination nach einer schlaflosen Nacht 🙂 Für mich bleibst du immer das schwarze Pferd und ich bin froh, dass wir uns kennengelernt haben… Also lieber Oli, du hast dich auch den folgenden Fragen gestellt:

> Wie bist du zum Extremwandern gekommen?

Das waren die Videos von OmS (YouTube: Outdoor mit Sebastian), die mich dem Thema der Langstrecken Wanderungen näher gebracht und mich infiziert haben.

> Was gibt dir das Extremwandern?

Das Extremwandern ist für mcih ein Kampf gegen seinen eigenen Schweinehund. Es ist auch vorallem das „über sich hinauswachsen“ und das Weinen und Lachen auf so einem Marsch. Das Extremwandern hat mich mental stärker gemacht und so viele bleibende Eindrücke hinterlassen, die ich nicht mehr missen möchte.

> Was sind deine schönsten Erlebnisse beim Extremwandern?

Angefangen bei der Vorfreude vor dem Start, über die unbeschreibliche Natur und die vielen Erlebnisse, die ich einfach nur als traumhaft beschreiben kann. Ob in den Bergen oder am Meer, ich bereise gerne Deutschland. Vor allem die Wanderungen durch die Nacht gehören zu meinen absoluten Highlights. Man kann alles um sich herum spüren, riechen und fühlen. Ich bin ein absoluter Vollmond-Fan und genieße die Sonnenauf- und untergänge bei jedem Extremmarsch.

> Was willst du noch erreichen? Distanzen, Gefühle, Erlebnisse? (feel free)

Ich habe einige extreme Jahre der Wanderungen und Veranstaltungen hinter mir und werde nun wieder in ruhige Veranstaltungen wechseln, egal ob kurz oder lang. Ich möchte weiter die Natur Deutschlands entdecken und nicht mehr nur Strecke machen. Ich wechsle nun eher in die Genussklasse 😉

> Du darfst einem absoluten Extremwanderneuling drei Tipps mit auf die Reise geben, welche wären das?

  1. Bleib ehrlich zu dir selbst und stecke dir realistische Ziele.
  2. Pass auf dich auf und höre auf die Signale deines Körpers.
  3. Gute Kleidung muss nicht viel kosten.

> Hast du eine Lieblingsausrüstung / -gadgets für deine Märsche?

Was bei mir nicht fehlen darf, ist ein kleines Handtuch, das mir im Sommer treue Dienste leistet und vor allem bequeme Trailrunningschuhe.

>Deine Grüße gehen raus an?

Meine Grüße gehen raus an meine lieben Freunde Bianca, Michi, Matze, Diana – also allgemein die Schlumpftruppe 😉 und an Marcel, Andi, Sebastian, Jörg und so weiter… Es gab so viele tolle Begegnungen auf so vielen grandiosen Märschen…